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Mitteldeutsche Oberliga Frauen
16. Spieltag
TSG Calbe - TSV Niederndodeleben
24 : 26 (10:13)
SR: Thomas Dähne und Stefan Scholz (THV) |
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Einzig der erfolgreiche Abschluss fehlt
von Tilman Treue
Sophia Rust, mit 20 Jahren das Küken der Calbenser Handballerinnen, wusste gegen Niederndodeleben wie es geht. Mit fünf gut platzierten Rückraumtreffern in der ersten Hälfte brachte sie ihre Mannschaft ins Spiel und setzte wichtige Akzente im Auftritt der Saalestädterinnen. |
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Ausgabe vom 20. Februar 2012
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Nicht minder erfolgreich: Die erfahrene Jasmin Maue, die auf der linken Außenposition in Angriff und Abwehr für Stabilität sorgte. Am Ende haben aber auch ihre sieben Treffer nicht gereicht und Calbe unterlag der an diesem Tag klar breiter aufgestellten Mannschaft aus der Börde.
Auf beiden Seiten regierte am Anfang die Nervosität und es bahnte sich eine ähnlich flatterige Partie wie das Hinspiel an. „Wir waren zu nervös, haben aber letztlich eher unser Spiel gefunden als Calbe“, resümierte TSV-Coach Ilka Bierhals. Unter ihren Schützlingen erwiesen sich vor allem die beiden Außenflanken als torgefährlich. Veronika Bange und Mandy Mainka sorgten für die Hälfte der Gästetore, kamen jedoch viel zu oft völlig ungehindert zum Wurf. Erst nach und nach nahm die TSG-Abwehr den harten Kampf an, ließ jedoch vor allem bei Rückraumwürfen weiterhin jede Menge Platz. Den Gegner baute das nur auf, zumal die zahlreichen technischen Fehler im Angriff den Niederndodeleberinnen zu ihrem Lieblingsspiel, den schnellen Gegenstößen, verhalfen.
Die Calbenserinnen kamen denkbar schlecht aus der Kabine. Zwar rieb sich die verbliebene Rumpftruppe auf, blieb in ihren Aktionen aber nicht effektiv genug. Ohne nennenswerte Gegenwehr enteilten die Gäste auf 22:14 (43.). „Wir haben wieder in entscheidenden Situationen unsere Tore nicht gemacht“, ärgerte sich Calbes Trainer Frank Falke nach dem Spiel. Am Positionsspiel hat es nicht gelegen, denn die TSG-Frauen überzeugten erneut durch einen variantenreichen Angriff mit gut herausgearbeiteten Torchancen. Es fehlte einzig der erfolgreiche Abschluss.
In einer Auszeit stellte Falke sein Team neu ein. Selbst Kristin Sroka, die sich beim Spiel in Marienberg verletzt hatte, und Patrizia Engelmann, die seit Anfang des Jahres ein Rückenleiden laboriert, mussten nun mit ran. „Unter normalen Bedingungen hätte ich die beiden niemals eingesetzt“, erklärte Falke, doch es fehlte auf dem Spielfeld an allen Ecken und Enden. Auf Gästeseite sah das besser aus. Ilka Bierhals hatte alle Möglichkeiten und nutzte sie auch: „Ich konnte allen Spielerinnen heute große Anteile geben“, erklärte sie, unterstrich jedoch, „letztlich haben wir durch das Wechseln am Ende den Spielfaden verloren.“ So hat beides sein Für und Wider. Die Schlussphase jedenfalls lag in den Händen der Calbenserinnen, die dank Jasmin Maue und Stefanie Hüls ein Tor nach dem anderen aufholten. Ob zehn weitere Minuten zum Sieg geführt hätten, bleibt Spekulation, denn abgerechnet wird nun mal nach einer Stunde und da lagen die Gäste dieses Mal vorn.
„Am Ende sind wir an Kleinigkeiten gescheitert“, fasste Frank Falke zusammen, betonte jedoch, „wir haben uns trotz allem heute teuer verkauft.“ Der Kampfgeist jedes Einzelnen hat die Mannschaft am Ende aus dem Tief herausgeführt und das drohende Debakel verhindert. Der Blick darf also getrost nach vorn in die nächsten Partien gehen, denn das Ziel Klassenerhalt ist nach wie vor aus eigener Kraft möglich. Niederndodeleben kann da bereits etwas entspannter leben: „Wir haben jetzt 16 Punkte. Ich denke mal, dass wir den Klassenerhalt nun sicher haben“, sagte Ilka Bierhals erleichtert.
TSG Calbe: Susan Heinrich, Susann Richter – Stefanie Hüls (3), Jasmin Maue (7), Kristin Musche (2/1), Sophia Rust (5), Franziska Sprotte (1), Kristin Sroka (3), Mandy Wenzel, Christiane Wilke (3), Patrizia Engelmann, Doreen Arlt, Marie Hoffmann |
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veröffentlicht am 20. Februar 2012
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TSG-Rumpftruppe nach großem Kampf trotzdem unterlegen
von Stefan Lenhart
Es war wohl sinnbildlich für die Calbenser Ausgangslage, dass sich selbst Co-Trainer Lutz Dohmke humpelnd zur Bank bewegte. Neben ihm nahmen außerdem mit Patrizia Engelmann und Kristin Sroka zwei weitere eigentlich noch verletzte Spielerinnen und mit Doreen Arlt und Marie Hoffmann Spielerinnen der zweiten Mannschaft Platz. Da Melanie Sauer, Kathrin Gutsch, Christin Bily und Susanne Bartl gänzlich fehlten, blieben TSG-Trainer Frank Falke ganze sieben einsatzfähige Feldspielerinnen übrig. Das Calbenser Tor wurde im Übrigen von der reaktivierten Susann Richter gehütet, die für die Zuschauer eine begeisternde Vorstellung bot und knapp 50 Prozent der Würfe parierte.
In der Anfangsphase des Spiels war trotz der ungleichen Ausgangslage, Niederndodeleben trat in Bestbesetzung an, der gegenseitige Respekt beiden Teams anzumerken. Mit sehenswerten Rückraumwürfen von Sophia Rust und konsequenten Torabschlüssen von Jasmin Maue konnte die Falke-Sieben Ausgeglichenheit herstellen, 2:3 (11. Minute) und 6:6 (20. Minute). In der Folgezeit jedoch blieb man in den Angriffsbemühungen zu oft im Gästeblock hängen, sodass die Niederndodelebenerinnen durch ihr schnelles Konterspiel bis zum Seitenwechsel auf 10:13 enteilen konnten.
Da auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts der TSV Niederndodeleben konsequenter agierte und insbesondere durch seine beiden Außenspielerinnen Mandy Mainka und Veronika Bange zu leichten Torabschlüssen kam, schien die TSG-Rumpftruppe über die Stationen 12:17 (35. Minute), 13:19 (39. Minute) und 15:23 (44. Minute) auf ein Debakel zuzusteuern. Doch in der Folgezeit kämpfte die die Falke-Sieben gegen die kräftemäßig überlegenen aber zunehmend nervös wirkenden Gäste zurück ins Spiel und verkürzte den Rückstand Tor um Tor und hatte beim Stand vom 22:24 (57. Minute) den Anschluss wieder hergestellt und die Hegersporthalle in Euphorie versetzt. Bis zum Schlusspfiff hatten die Calbenserinnen zwar mehrfach die Chance weiter zu verkürzen, der große Kräfteverschleiß verhinderte aber letztlich einen Punktgewinn.
Nach dem Schlusspfiff zeigte sich TSG-Trainer Frank Falke sehr zufrieden mit der Einsatzbereitschaft seines Rumpfteams, „Schade nur, dass wir uns für dieses großartigen Kampf nicht belohnen konnten.“ |
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Pressemitteilung des TSV Niederndodeleben
TSV-Frauen bauen Erfolgsserie aus
Gegen die TSG Calbe bauen die TSV-Frauen ihre Erfolgsserie weiter aus und nehmen nach einer zwischenzeitigen Acht-Tore-Führung verdient beide Punkte mit einem 26:24 (13:10) mit nach Hause.
TSV-Trainerin Ilka Bierhals musste wieder auf Silke Herbst, die ihrer Mannschaft von der Tribüne aus die Daumen drückte, verzichten, konnte ansonsten auf den gesamten Kader zurückgreifen.
Sogar noch eine Alternative mehr hatte Frank Falke, Trainer der Heimsieben. Er konnte auf eine brechend volle Bank zurückgreifen, immerhin 13 aktive Calbenserinnen fanden darauf Platz. Warum der Heim-Trainer dennoch von einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft sprach, wird wohl sein Geheimnis bleiben.
In der Calbenser Hegersporthalle sorgten die zahlreich mitgereisten TSV-Anhänger wie jedes Jahr für eine Heimspielkulisse für die Dodeleberinnen. Beide Mannschaften gingen recht nervöse in die Begegnung. Die TSV-Frauen leisteten sich bis zum 3:1 (10. Spielminute) bereits 4 Fehlwürfe und zwei Pfostentreffen. Insgesamt waren die TSV-Frauen die präsentere Mannschaft, einzig die Abschlussquote stimmte nicht. So plätscherte das faire Spiel über die Stationen 6:5 (17.) und 10:8 (24.) vor sich hin, bevor es ohne Höhepunkte beim 13:10 in die Kabinen ging.
Sorgen bereitete den Gästen bis dahin neben der eigenen Abschlussquote lediglich die Calbenserin Sophia Rust, die von Halblinks schon mit vier einfachen Toren erfolgreich war und nach dem Seitenwechsel auch den Anschluss zum 14:11 (32.) erzielte. Im weiteren Spielverlauf wurde sie jedoch auf die Bank beordert, was den TSV-Frauen natürlich entgegen kam.
Glänzend aufgelegt zeigte sich Nicki Reimer im TSV-Tor. Mit fünf Paraden einläutete sie den Gäste-Sturmlauf zum 23:15 (43.) ein. Calbe hielt noch Anschluss zum 23:17 (48.), das Spiel war jedoch entschieden.
Nun sahen sich die TSV-Frauen zumindest aus ihrer Sicht fragwürdigen Zeitstrafen durch die ansonsten gut pfeifenden Schiedsrichter aus Thüringen ausgesetzt. Insgesamt drei waren es innerhalb kürzester Zeit, so dass die Dodeleberinnen zweimal hintereinander sogar nur zu viert auf dem Feld standen. Die TSV-Frauen konnten diese Phase unbeschadet überstehen und ließen nur ein Feldtor durch die Gastgeberinnen zu. Dennoch sorgten diese Entscheidungen für einen Bruch im TSV-Spiel.
Ganze drei Gästetore sollten so in den letzten Spielminuten noch fallen. Zwar brauchte sich der TSV-Anhang nicht um die beiden Auswärtspunkte sorgen, doch kamen die Gäste noch einmal heran, erzielten mit dem Schlusspfiff den 26:24- Endstand, der über den eigentlichen Spielverlauf doch etwas hinwegtäuscht.
Die Dodeleberinnen holen damit aus den letzten sieben Spielen beeindruckende 12:2 Punkte und stehen mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf dem siebten Tabellenplatz. In den kommenden Begegnungen stehen mit Altenburg und dem verlustpunktfreien HC Rödertal zwei ganz schwere Gegner an.
TSV Niederndodeleben: Reimer, Meier - Bange (5), Ziegler (3), Bartl (1), Wilke, Matthei (2), Wolf (1), Schottstedt (3), Mainka (7), Hartung, Bollmann (4/2) |
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