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Mitteldeutsche Oberliga Frauen
14. Spieltag
TSG Calbe - HC Salzland 06
23 : 25 (15:15)
SR: Sascha Hauke und Christian Lindig (THV) |
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Ein "gefühltes Viertel Tor" schlechter
von Björn Richter
Nah dran, aber am Ende reichte es nicht zur Überraschung: Mit 23:25 (15:15) unterlagen die Handballerinnen der TSG Calbe am Sonnabend im Derby dem HC Salzland 06. Dennoch war man beim Mitteldeutschen Oberligisten nach dem Abpfiff eher stolz als enttäuscht. |
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Ausgabe vom 30. Januar 2012
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Hersteller von Anzeigetafeln müssten ihr Konzept vielleicht noch einmal überdenken. Jedenfalls, wenn es nach TSG-Trainer Frank Falke geht. Der nämlich hatte nach dem Spiel seine Mannschaft keineswegs die zwei Tore schlechter gesehen, die es am Ende wurden, sondern "gefühlt ein Viertel Tor".
Das Überraschungsmoment lag zu Beginn auf Seiten des HCS 06, welcher mit einer Manndeckung für Verwunderung in der Heger-Sporthalle sorgte. "Ob Salzland das gemacht hat, um uns zu beeindrucken, weiß ich nicht. Üblich ist es in dieser Spielklasse jedenfalls nicht", so Falke. Die Erklärung lieferte Daniel Schmidt, Co-Trainer der Gäste: "Es war angedacht, um in der Abwehr ins Spiel zu finden. Damit alle sofort hellwach sind, eine Art Motivationsspritze. Es war aber nur für die ersten drei Angriffe vorgesehen und man hat gemerkt, dass sich die Mannschaft dabei nicht wohlgefühlt hat." Den Grundstein zur 5:3-Führung (13.) legten die Gäste dann in gewohnter 6-0-Variante. Allen voran Stephanie Jäger, mit acht Treffern beste Werferin, traf nach Belieben - vor allem, wenn sie von der Rechtsaußenposition mit Zug nach innen ging. "Der etwas zu lapidar ausgeführte Rückwärtsgang auf ihrer Seite war einer der beiden Hauptfehler in unserem Spiel", schätzte Falke ein. Wo der andere lag, wurde mit Beginn der zweiten Hälfte deutlich, dazu aber später mehr. Die Saalestädterinnen kämpften sich bis zur Pausensirene wieder heran und nötigten dem Gegner ein Lob ab: "Dass Calbe guten und vor allem cleveren Handball spielt, hat man gesehen", urteilte Schmidt. Beim 15:15 wurden die Seiten gewechselt.
Mit Wiederbeginn löste Anika Lorf Cindy Schöne im Tor der "Wildgänse" ab - eine Maßnahme, die in Verbindung mit dem zweiten spielentscheidenden Fehler der TSG-Frauen für einen Zwischenspurt der Gäste sorgte (19:16, 37.). Falke machte aus, dass sich sein Team "zu vielen unvorbereiteten Würfen" hat zwingen lassen. "Und wenn ich merke, dass die Torhüterin unten stark hält - was mache ich? Ich ziele genauer auf die Ecken, treffe aber irgendwann den Pfosten."
Während sich bei den "Wildgänsen" zunehmend ein entspanntes Lächeln auf die Gesichter legte, gab sich Calbe noch nicht auf. Franziska Sprotte stellte den 23:23-Ausgleich her (58.). Doch die letzten Angriffsbemühungen der TSG verpufften, so dass Yvonne Sachse und Marie Knappe für das 25:23 der Gäste sorgten.
Die erste Enttäuschung war auf Calbenser Seite jedoch schnell verflogen. "Seien wir ehrlich: Nach dem Drei-Tore-Rückstand hat niemand mehr einen Pfifferling auf uns gesetzt. Wir haben heute vergessen, das i-Tüpfelchen zu setzten. Dennoch stimmt mich die Leistung zuversichtlich für die nächsten Spiele", so Falkes abschließende Worte.
TSG Calbe: Kathrin Gutsch – Christin Bily (2), Stefanie Hüls (8/3), Jasmin Maue (4), Kristin Musche (4/1), Sophia Rust, Melanie Sauer (2), Franziska Sprotte (2), Kristin Sroka (1), Mandy Wenzel, Christiane Wilke |
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veröffentlicht am 29. Januar 2012
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Sehr gut gespielt und trotzdem am Ende unglückliche Derbyniederlage
von Stefan Lenhart
Die Ausgangssituation vor dem Salzlandderby in der Mitteldeutschen Oberliga zwischen der gastgebenden TSG Calbe und dem HC Salzland 06 war eindeutig. Das hochkarätig besetzte HCS-Team reiste als Tabellendritter mit großen Ambitionen in die Saalestadt, die Calbenserinnen hingegen haben als einziges Ziel den Klassenerhalt ausgeschrieben und belegten vor der Partie den neunten Tabellenrang. In den 60 Spielminuten jedoch waren die erwarteten Leistungsunterschiede zu keiner Zeit erkennbar. Das TSG-Team verdiente sich Bestnoten und unterlag dem Favoriten letztlich sehr unglücklich mit 23:25 (15:15).
Der erste Spielabschnitt war von vielen spielerischen Glanzpunkten beider Mannschaften geprägt. Insgesamt 30 Tore fielen allein in diesen 30 Minuten, wenngleich auch die Abwehrreihen beider Mannschaften zu überzeugen wussten. Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene und temporeiche Partie mit wechselnden Führungen über die Stationen 3:5 (6. Minute), 8:7 (13. Minute) und 12:11 (23. Minute) bis zum 15:15-Halbzeitstand. Zeitweise ähnelte das Spiel einem Privatduell zwischen der HCS-Rechtsaußen Stefanie Jäger und TSG-Rückraumspielerin Stefanie Hüls, die jeweils achtmal für ihre Mannschaften trafen.
Dass in den zweiten 30 Minuten nur knapp halb so viele Tore fielen, kann insbesondere auf die nochmals gesteigerte Abwehrintensität zurückgeführt werden. Beide Mannschaften kämpften mit viel Leidenschaft um jeden sich bietenden Vorteil, wenngleich beim Stand von 17:21 (42. Minute) der Favorit sich abzusetzen schien. Die TSG-Spielerinnen aber kämpften tapfer weiter, ließen sich auch nicht vom 20:23 (53. Minute) zurückwerfen und konnten in der 57. Spielminute zum 23:23 ausgleichen. Die gut gefüllte Hegersporthalle stand Kopf. Trotz den erneuten 23:24-Rückstands (59. Minute) blieb die Sensation greifbar, nach einem Fehlwurf und einem ungeahndeten Technik-Regelfehler des HCS folgte der letzte Treffer des Spiels zum 23:25 mit der Schlusssirene.
Trotz der unglücklichen Derbyniederlage gegen HC Salzland 06 zeigte sich TSG-Trainer Frank Falke hochzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben in allen Mannschaftsteilen ein starkes Spiel abgeliefert und den Zuschauern ein wirklich tolles Spiel geboten. Dass es letztlich nicht zum Punktgewinn gereicht hat, ist zweifelsohne sehr bitter.“ |
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Volksstimme Staßfurt
Licht und Schatten wechseln sich ab
Durch einen 25:23 (15:15)-Sieg über die TSG Calbe haben sich die Handballerinnen des HC Salzland 06 zumindest über Nacht auf Tabellenplatz zwei der Mitteldeutschen Oberliga vorgeschoben. Trotz des Derbysieges war bei den Salzländerinnen am Sonnabend noch nicht alles "eitel Sonnenschein."
Hersteller von Anzeigetafeln müssten ihr Konzept vielleicht noch einmal überdenken. Jedenfalls, wenn es nach TSG-Trainer Frank Falke geht. Der nämlich hatte nach dem Spiel seine Mannschaft keineswegs die zwei Tore schlechter gesehen, die es am Ende wurden, sondern "gefühlt ein Viertel Tor". Bis aber die Bruchrechnung Einzug in den Handball findet, sollte man es vielleicht doch mit der Gegenseite halten, die in Person von Co-Trainer Daniel Schmidt von einem "knappen, aber dennoch verdienten Sieg" sprach.
Das Überraschungsmoment lag zu Beginn auf Seiten des HCS 06, welcher mit einer Manndeckung für Verwunderung in der Heger-Sporthalle sorgte. "Ob Salzland das gemacht hat, um uns zu beeindrucken, weiß ich nicht. Üblich ist es in dieser Spielklasse jedenfalls nicht", so Falke. Die Erklärung lieferte Schmidt: "Es war angedacht, um in der Abwehr ins Spiel zu finden. Damit alle von Beginn an hellwach sind, eine Art Motivationsspritze. Es war aber nur für die ersten drei Angriffe vorgesehen und man hat gesehen, dass sich die Mannschaft dabei nicht wohlgefühlt hat."
Den Grundstein zur zwischenzeitlichen 5:3-Führung (13.) legten die Gäste dann wieder in gewohnter 6-0-Variante. Allen voran Stephanie Jäger, mit acht Treffern beste Werferin, traf in dieser Phase nach Belieben, vor allem, wenn sie von der Rechtsaußenposition mit Zug nach innen ging. "Der etwas zu lapidar ausgeführte Rückwärtsgang auf ihrer Seite war einer der beiden Hauptfehler in unserem Spiel", schätzte Falke ein. Wo der andere lag, wurde mit Beginn der zweiten Hälfte deutlich, dazu aber später mehr. Die Saalestädterinnen kämpften sich bis zur Pausensirene wieder heran und nötigten auch dem Gegner ein Lob ab: "Dass Calbe guten und vor allem cleveren Handball spielen kann, hat man gesehen", urteilte Schmidt. Beim 15:15 wurden die Seiten gewechselt.
Mit Wiederbeginn löste Anika Lorf Cindy Schöne im Tor der "Wildgänse" ab - eine Maßnahme, die in Verbindung mit dem zweiten spielentscheidenden Fehler der TSG-Frauen für einen Zwischenspurt der Gäste sorgte (19:16, 37.). Falke machte aus, dass sich sein Team "zu vielen unvorbereiteten Würfen" hat zwingen lassen. "Und wenn ich merke, dass die Torhüterin unten stark hält - was mache ich? Ich ziele genauer auf die Ecken, treffe aber irgendwann den Pfosten."
Mit dem konstanten Drei-Tore-Vorsprung im Rücken legte sich zehn Minuten vor Schluss so manches Lächeln auf die Lippen der Salzland-Spielerinnen. "Entspanntheit in den Gesichtern ist ja auch ein Zeichen davon, dass man in seinem Tun sicherer wird", merkte Schmidt dazu an. Doch offenbar übertrieben es die Gäste-Spielerinnen ein wenig, Franziska Sprotte stellte zwei Minuten vor Ultimo den 23:23-Ausgleich her. "Seien wir ehrlich: Nach dem Drei-Tore-Rückstand hat niemand mehr einen Pfifferling auf uns gesetzt", gestand Falke ein. Doch die letzten Angriffsbemühungen der TSG verpufften, so dass Yvonne Sachse und Marie Knappe für das letztendliche 25:23 der Gäste sorgten. Entsprechend zufrieden zeigte sich Schmidt: "Verbesserungsbedarf gibt es natürlich immer. Und so sehr wir heute Licht und Schatten gesehen haben, glaube ich dennoch, dass wir die Dinge insgesamt gut gelöst haben."
HC Salzland 06: Schöne, Lorf, Tarczewska - Ruthe (2), Pätzold (2), Fiedler, Günther (1), Geipel (1), Jäger (8/1), Sacher, Block, Knappe (5), Sachse (5), Schüler (1)
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