Im Jahre 1922 wurde erstmals in der Saalestadt unter dem damaligen Männer-Turnverein „MTV 1861 Calbe/Saale“ eine Feldhandballmannschaft gebildet. |
 |
Emblem des Männer-Turn-Vereins von 1861 Calbe/Saale
(Elbe-Saale-Gau, Kreis IIIc)
|
|
|
In den Folgejahren bis zum Hitlerfaschismus, von 1907 bis 1933, nahm das Handballinteresse in Calbe weiteren Aufschwung, was die Aufstellung von Jugend- und weiteren Männermannschaften zur Folge hatte.
|
| |
.jpg) |
1. Jugend-Handballmannschaft 1928 des MTV 1861 Calbe/Saale
v.l.n.r.:
Adolf Grimme, Karl Meinel, Herbert Mehnert, Adolf Schöne, H. Borsdorf, Ernst Hohmann, Karl Kebbel, Hans Meinel, Gerhard Müller, Otto Strutz und Erwin Richard |
|
|
Nach Beendigung dieser für den Sport schwierigen Zeit konnte durch die Gründung der „BSG Fortschritt Calbe“ im Jahre 1946 und der „BSG Einheit Calbe“ im Jahre 1948 der Handballsport wieder aufleben. |
Im Zuge der Neugründung der „BSG Stahl Calbe“ im Jahre 1952 entstand aufgrund der anhaltenden Erfolge im Erwachsenen- und Jugendbereich der Begriff „Handballhochburg Calbe“. Im gleichen Jahr wurde die Männermann-schaft DDR-Vizemeister und die Frauenmannschaft Kreismeister. |
 |
Emblem der Betriebssport- gemeinschaft Stahl Calbe |
|
|
| |
1. Frauen-mannschaft der "BSG Einheit Calbe", Kreismeister 1952
hintere Reihe v.l.n.r.:
Werner, Thäle, Specht, Böttcher und Mews
mittlere Reihe v.l.n.r.:
Hinne, Schöne und Götze
vordere Reihe v.l.n.r.:
Möhring, Röder und Schotte |
.jpg) |
|
|
Das Jahr 1953 kann wohl als das erfolgreichste Jahr des Calbenser Feldhandballs beschrieben werden. Die erste Männermannschaft wurde dabei nicht nur DDR-Meister gegen Dynamo Halle, sondern holte zusätzlich auch den FDGB-Pokal gegen HC Empor Rostock in die Saalestadt. Im Folgejahr konnte gegen Dynamo Berlin erneut die DDR-Meisterschaft gefeiert werden.
|
| |
.jpg) |
1.Männermannschaft der "BSG Stahl Calbe", DDR-Meister und FDGB-Pokal im Feldhandball 1953
hintere Reihe v.l.n.r.:
Walter Werkmeister, Trainer Hans Knuth, Werner Aßmann, Wolfgang Eisenhardt, Heinz Wenzel, Rudi Kosche, Heinz Haferburg, Kurt Hellming, Heinz Burau, Erich Kaatz, Rudi Siegel
vordere Reihe v.l.n.r.:
Walter Just, Helmuth Frömer, Erich Schlöcker, Ernst Napp, Wolfgang Körting |
|
|
 |
Urkunde zum Titel des DDR-Meisters im Feldhandball der Männer in der Saison 1952/1953 |
|
|
Mit dem allmählichen Übergang zum Hallenhandball seit Beginn der 60er-Jahre wurde auch in Calbe nach umfangreichen Bauarbeiten am 07. Oktober 1965 die Sporthalle „Zuckerfabrik“ eingeweiht. |
| |
|
.jpg) |
Fotos von den Bauarbeiten zur Sporthalle "Zuckerfabrik" in Calbe im Jahr 1964 |
|
|
Im Zuge der Entwicklung des Breitensports in Calbe und der damit verbundenen Integration vieler Sportarten unter einem gemeinsamen Verein wurde Ende der 60er-Jahre die „Turn- und Sportgemeinschaft Calbe/Saale“ gegründet. Auch der bisher bestehende Handballverein „BSG Stahl Calbe“ wurde in die TSG eingegliedert. |
Die Folgejahre brachten eine Reihe von Erfolgen mit sich: 1971 und 1988 stieg die erste Männermannschaft jeweils als Bezirksmeister Magdeburg in die DDR-Liga auf, ebenso schaffte die erste Frauenmannschaft 1977 den Titelgewinn und den damit verbunden Aufstieg. Im Jahr 1985 stiegen die TSG-Frauen dann sogar in die höchste Spielklasse der DDR, die DDR-Oberliga, auf. |
| |
.jpg) |
1. Männer, DDR-Liga 1971
hintere Reihe v.l.n.r.:
Harald Napp, Eberhard Figur, Betreuer Otto Häntsch, Otto Schneider, Gerd Kähler, Rudi Spengler, Friedhelm Kirst, Reiner Ernst, Betreuer Ernst Haase und Trainer Manfred Müller
vordere Reihe v.l.n.r.:
Manfred Seifert, Heinz Rasche, Günther Kebbel, Herbert Mertens und Axel Kuppe |
1. Frauen, Bezirksmeister und Aufsteiger in die DDR-Liga 1977
hintere Reihe v.l.n.r.:
Trainer Kurt Marzinkowski, Petra Blöhm,Doris Weinberger, Silvia Webel, Bärbel Simon, Doris Wartmann, Martina Schnürpel, Brigitte Seifert und Dorle Hädecke
vordere Reihe v.l.n.r.:
Gudrun Wagner und Bettina Doll |
.jpg) |
.jpg) |
1. Frauen, DDR-Liga 1987
hintere Reihe v.l.n.r.:
Physiotherapeutin Jenny Rink, Heike Falke, Cornelia Papke, Katrin Kaina, Sigrun Blöhm, Marina Sroka, Doris Weinberger, Martina Schnürpel und Trainer Manfred Müller
mittlere Reihe v.l.n.r.:
Elke Kubbe, Anett Grohe, Ute Czech, Birgit Elze und Ines Hanemann
vordere Reihe v.l.n.r.:
Heike Knappe, Birgit Herzog und Wiltrud Krüger |
1. Männer, DDR-Liga 1989
hintere Reihe v.l.n.r.:
Betreuer Peter Kitzing, Frieder Kreisel, Frank Mannsfeld, Gunnar Lehmann, Thomas Elbe, KLaus Naumann, Jürgen Rödel, Harald Meier und Trainer Manfred Seifert
vordere Reihe v.l.n.r.:
Hartmut Doll, Udo Fritz, Eckhard Rätzel, Heiko Bastian, Thomas Müller, Otto Schneider, Andreas Heicher und Thoralf Buhrau |
.jpg) |
|
|
Auch die jüngere Geschichte der Handballabteilung der TSG Calbe nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 offenbart weitere ausgewählte Höhepunkte. 1991 wurde das Männerteam Landespokalsieger, 1992 erreichte die Frauenmannschaft den Landesmeistertitel und gleichsam den Aufstieg in die Regionalliga, in den Jahren 1999, 2009 und 2010 konnte das Frauenteam gleich dreimal den Landespokal Sachsen-Anhalt in die Saalestadt holen. Durch das Erreichen des Vize-Landesmeistertitels in der Oberliga Sachsen-Anhalt der Frauen konnte man weiterhin im Jahre 2010 den Aufstieg in die neugegründete Mitteldeutsche Oberliga feiern.
|
| |
.jpg) |
.jpg) |
.jpg) |
1. Frauenmannschaft, Landespokalsieger 1999 |
1. Frauenmannschaft, Landespokalsieger 2009 |
1. Frauenmannschaft, Landespokalsieger 2010 |
|
|
Im August 1995 wurde die auf dem Calbenser Anger neugebaute Heger-Sporthalle feierlich eröffnet. |
| |
|
Die Calbenser Heger-Sporthalle löste ab dem August 1995 die altehrwürdige Sporthalle "Zuckerfabrik" als Spielstätte für die Handballer der TSG Calbe ab |
|
|
Quellen:
Festschrift 75 Jahre Calbenser Handball
Ergänzungen von Reinhard Hädecke |
|